2026 zeigt sich der Gengenbacher Adventskalender in neuer Inszenierung. Olaf Hajeks Bildwelten, tägliches Fensterleuchten und der Markt ergeben einen besonderen Adventabend.
In Gengenbach gehört zum Advent ein festes abendliches Ritual: Um 18 Uhr leuchtet ein weiteres Fenster des großen Adventskalenders auf. Vom 30. November bis 23. Dezember 2026 verbindet sich dieses Fensterleuchten mit Musik, Geschichten und einem Bühnenprogramm. Der Adventsmarkt beginnt bereits am 27. November. Wenn Du einen Ausflug in die Fachwerkstadt planst, lohnt sich 2026 ein genauer Blick auf die Inszenierung: Wegen der Einrüstung des Rathauses wird die vertraute Fassade in Originalgröße neu dargestellt. Das Kalendererlebnis bleibt damit erhalten und erhält eine andere äußere Form.
Inhaltsverzeichnis
- 24 Fenster mit den Bildwelten von Olaf Hajek
- Der Adventsmarkt beginnt schon vor dem Fensterleuchten
- Kunst im Museum als Ergänzung zum Abend
- So lässt sich der Gengenbacher Advent kombinieren
24 Fenster mit den Bildwelten von Olaf Hajek
Die diesjährigen Motive stammen vom Illustrator Olaf Hajek. Unter dem Titel Paradiese zeigen die 24 Kunstwerke farbenreiche Welten zwischen Fantasie, Wirklichkeit und Traum. Für einen gemeinsamen Besuch bietet sich dadurch mehr als ein kurzer Fotostopp. Schaut euch ein Motiv genauer an: Welche Figuren entdeckt ihr, was wirkt vertraut, und welche Einzelheiten ergeben erst beim zweiten Hinsehen eine Geschichte? Gerade mit Kindern kann daraus ein kleines Gespräch über Bilder entstehen.
Die beleuchteten Fenster werden in die neu dargestellte Rathauskulisse integriert. Du solltest also keine unveränderte Fassadenansicht aus älteren Reisebildern erwarten. Zum täglichen Leuchten kommen Musik und Geschichten vor dem Rathaus. Wer dieses Ritual miterleben möchte, richtet seine Marktrunde auf den Termin um 18 Uhr aus und lässt vorher Zeit für die Orientierung auf dem Platz. Die aktuellen Einzelheiten stehen auf der offiziellen Adventskalenderseite.
Der Adventsmarkt beginnt schon vor dem Fensterleuchten
Rund 60 Stände bilden den traditionellen Adventsmarkt. Kunsthandwerk und winterliche Spezialitäten ergänzen die Kalenderkunst. Geöffnet ist vom 27. November bis 23. Dezember, montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 11:30 bis 20 Uhr. Diese Zeiten machen verschiedene Besuchsformen möglich: einen ausgedehnten Wochenendnachmittag, eine kürzere Runde nach der Arbeit oder einen frühen Geschenkebummel mit anschließendem Fensterleuchten.
Wichtig ist die Trennung der Laufzeiten. Wer am ersten Marktwochenende kommt, kann bereits die Stände besuchen; das tägliche Fensterleuchten beginnt aber erst am 30. November. Umgekehrt bleibt der Kalender bis zum 6. Januar 2027 zu besichtigen, während der Adventsmarkt am 23. Dezember endet. Ein Besuch zwischen den Feiertagen ist damit ein anderer Ausflug als ein Marktbesuch im Advent.
Kunst im Museum als Ergänzung zum Abend
Im Museum Haus Löwenberg läuft die Ausstellung TERRA EXTRACT – Spuren der Menschen mit Luftbildaufnahmen von Tom Hegen. Die Bilder beschäftigen sich mit dem Zusammenspiel von Mensch und Landschaft. Das ist eine passende Ergänzung zur Kalenderkunst, weil ihr an einem Tag zwei sehr unterschiedliche Bildsprachen kennenlernen könnt: fantasievolle Illustrationen draußen und fotografische Landschaftsansichten im Museum.
Für den Museumsbesuch gelten eigene Öffnungs- und Eintrittsbedingungen. Prüfe sie vor der Anreise und lege den Besuch zeitlich so, dass anschließend genügend Raum für den Markt bleibt. Mit Kindern genügt oft eine kleine Auswahl an Bildern. Die Frage, welche menschlichen Spuren aus der Luft sichtbar werden, gibt dem Rundgang einen konkreten Ausgangspunkt, ohne dass eine lange Führung nötig sein muss.
So lässt sich der Gengenbacher Advent kombinieren
Ein sinnvoller Ablauf beginnt mit einem Blick in die Altstadt und gegebenenfalls dem Museum. Danach folgen Marktstände und eine Essenspause, bevor ihr euch zum Fensterleuchten wieder auf dem Marktplatz trefft. Die beleuchteten Gassen, Türme und Tore gehören zur Wirkung des Abends. Sie lassen sich unterwegs entdecken, ohne daraus eine zusätzliche umfangreiche Stadttour machen zu müssen.
Wähle euren Termin danach, ob die Kunst, der Markt oder das tägliche Ritual im Mittelpunkt stehen soll. Für kleine Kinder kann bereits eine kurze Marktrunde mit dem Fensterleuchten ausreichen. Wer nach Weihnachten kommt, konzentriert sich auf die sichtbare Kalenderinszenierung und die Stadt. So passt die Erwartung zum tatsächlichen Angebot des jeweiligen Tages.