Genussausflüge am Bodensee: Genießerweg Nonnenhorn, Mühlenweg Kressbronn und Hohberg Immenstaad. Mit Gehzeiten, Aussicht und Tipps für deinen Tag.
Du möchtest zwischen Obstbäumen und Weinreben unterwegs sein, ohne gleich eine lange Tageswanderung zu planen? Nonnenhorn, Kressbronn und Immenstaad bieten dafür drei unterschiedliche Ideen: einen überschaubaren Rundweg, eine Wanderung durch Bach- und Obstlandschaft und einen Aussichtspunkt für eine frei geplante Pause.
Der Genuss liegt hier zunächst im Entdecken: Wie wurde Wein früher gepresst? Warum gehören Mühlen und Obstgärten zur Landschaft? Und von wo lässt sich der Bodensee über die Reben hinweg betrachten? Eine Einkehr oder Verkostung kannst du passend zu deinem Tag ergänzen; sie ist kein Bestandteil der beschriebenen Ausflüge.
Welcher Ausflug passt zu deinem Zeitbudget?
| Ziel | Umfang | Unser Vorschlag |
|---|---|---|
| Genießerweg Nonnenhorn | Rundweg, ca. 3,2 km; etwa 50 Min. reine Gehzeit | Für einen kurzen Spaziergang mit Weinbaugeschichte und Seeplätzen |
| Kressbronner Mühlenweg | Rundwanderung, ca. 7,2 km; etwa 2 bis 2,5 Std. reine Gehzeit | Für mehr Bewegung zwischen Nonnenbach, Obsthügeln und Aussicht |
| Hohberg Immenstaad | Aussichtspunkt; Weglänge und Dauer hängen vom gewählten Zugang ab | Für eine selbst geplante Pause über dem Bodensee |
Wähle die drei Ziele als Alternativen. Mit Anfahrt, Fotopausen und Einkehr wird aus einer kurzen Gehzeit schnell ein halber Ausflugstag. Eine Verbindung aller drei Orte zu einer gemeinsamen Wanderung ist hier nicht vorgesehen.
Nonnenhorn: auf dem Genießerweg vom Obstgarten zum Weintorkel
Der Genießerweg startet und endet am Bahnhof Nonnenhorn. Über die Bullrichanlage geht es durch Obst- und Weingärten zu Seeplätzen im „Paradies“ und zum historischen Weintorkel. Die alte Weinpresse macht den Bezug zur regionalen Weinkultur greifbar; Thementafeln begleiten den Rundweg.
Mit rund 3,2 Kilometern ist dies unsere Empfehlung, wenn du lieber langsam schaust als Strecke sammelst. Plane für die Aussicht und die Tafeln eigene Pausen ein. Schmale Nebenstraßen, Kies- und Feldwege gehören zur Runde; an den Bahnübergängen ist Aufmerksamkeit gefragt. Eine Innenbesichtigung oder Erklärung der Presse solltest du gesondert anhand der aktuellen Termine planen.
Kressbronn: Mühlengeschichte zwischen Bach und Obsthügeln
Der Mühlenweg bringt mehr Bewegung in den Genusstag. Vom Parkplatz an der Festhalle führt die Runde zu Unter-, Mittel- und Obermühle am Nonnenbach. Dazwischen geht es über den Ottenberg, durch Obstlandschaft und zur Antoniuskapelle bei Selmnau. Bei klarer Sicht gehören See- und Alpenblicke dazu.
Die etwa 7,2 Kilometer lange Wanderung wird als mittelschwer eingestuft. Rechne mit mehreren Anstiegen, schmalen Wald- und Wiesenpfaden sowie rund zwei bis zweieinhalb Stunden Gehzeit. Griffige Schuhe sind besonders bei feuchtem Untergrund hilfreich.
Wähle diese Runde für Landschaft und Geschichte. Die Mühlenstandorte sind keine zugesicherte Museumsbesichtigung; auch für die Kapelle solltest du zunächst mit einer Außenansicht planen.
Immenstaad: eine Aussichtspause am Hohberg
Zwischen Immenstaad und Kippenhausen erhebt sich der Hohberg auf 454 Meter Meereshöhe. Weinreben und Obstbäume umgeben den Aussichtspunkt. Oben helfen eine Panoramatafel und ein kostenlos nutzbares Fernrohr dabei, den Blick über den Bodensee einzuordnen. Bei klarer Sicht reicht er bis zu den Alpen.
Der Hohberg passt zu dir, wenn die Pause wichtiger ist als eine festgelegte Rundtour. Plane deinen Zugang nach Ausgangspunkt und Kondition; ein Anstieg gehört dazu. Der Aussichtspunkt liegt auch am Apfel- und Weinspazierweg, sodass du ihn in eine längere Runde einbauen kannst. Die passenden Informationen findest du im verlinkten Eintrag.
Für eine mitgebrachte Brotzeit ist dies unsere Wahl unter den drei Ideen. Nimm Verpackungen wieder mit und lass die umliegenden Obst- und Rebflächen unbetreten.
Obst und Wein erleben, ohne den Tag zu überladen
Plane einen Schwerpunkt. In Nonnenhorn bietet sich ein ruhiger Spaziergang mit Zeit zum Lesen und Schauen an. Kressbronn braucht mehr Gehzeit und passende Schuhe. Am Hohberg bestimmst du selbst, wie groß der Ausflug rund um den Aussichtspunkt wird. Eine geplante Einkehr sollte zum gewählten Weg passen und nicht den ganzen Tag durch zusätzliche Fahrten bestimmen.
Bleibe bei der Ernte flexibel. Welche Früchte noch an den Bäumen hängen, unterscheidet sich nach Sorte, Wetter und Zeitpunkt. Obstgärten sind bewirtschaftete Flächen. Pflücke nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist, und halte Zufahrten frei. Wenn du regionale Produkte mitnehmen möchtest, plane dafür einen eigenen Einkaufsstopp ein und prüfe das konkrete Angebot vorab.
Du suchst eine längere Themenwanderung? In unserem Beitrag über Apfel-, Wein- und Hopfenwege am Bodensee vergleichen wir weitere Runden in Frickingen, Meersburg–Hagnau und Tettnang.
Tourdaten und Besuchsangaben geprüft am 16. September 2026. Gehzeiten verstehen sich ohne längere Pausen; prüfe vor dem Start Wetter und örtliche Weghinweise.
Bildnachweise
- Weinreben am Hohberg bei Immenstaad vor dem Alpenpanorama. Aufnahme 2010. Foto: Ameichle · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0.
- Historische Weinpresse im Weintorkel von Nonnenhorn. Eine Besichtigung ist gesondert zu planen. Foto: Franzfoto · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0.
- Mühlstein an der Obermühle in Kressbronn. Foto: ANKAWÜ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0.
Für die Webdarstellung gegebenenfalls verkleinert, umgewandelt oder beschnitten. Die Aufnahmen zeigen keine tagesaktuelle Erntesituation.


