Was erzählen die kleinen Stadel über das Leben am Berg? Entdecke die Pfundser Tschey und vertiefe den Ausflug mit einem vereinbarten Heimatmuseumsbesuch.
Die vielen kleinen Holzgebäude der Pfundser Tschey wirken auf den ersten Blick wie ein besonders sorgfältig zusammengestelltes Landschaftsbild. Tatsächlich erzählen sie von der Arbeit auf den Bergwiesen. Bei einem Herbstbesuch kannst du diesen Zusammenhang draußen entdecken und bei einem vereinbarten Besuch im Heimatmuseum Pfunds vertiefen. Der Spaziergang im Hochtal bildet das eigenständige Grundprogramm; für das Museum brauchst du nach Ende der Sommersaison einen bestätigten Termin.
Die Tschey ist eine bewirtschaftete Landschaft
Das Hochtal liegt oberhalb von Pfunds auf ungefähr 1.600 bis 1.700 Metern Höhe. Über hundert Heustadel und kleine Kochhütten stehen verteilt zwischen den Wiesen. Ihre Erhaltung hängt eng mit der Bewirtschaftung durch die örtlichen Bauernfamilien zusammen. Die Flächen werden gemäht. Wer hier entlanggeht, betrachtet deshalb zugleich eine Landschaft und die sichtbaren Spuren einer bis heute fortgeführten Nutzung.
Die Gebäude hatten unterschiedliche Aufgaben. In den Heustadeln wurde die Ernte zwischengelagert, während Kochhütten zum Kochen und Übernachten dienten. Mit diesem Wissen lohnt sich der zweite Blick: Welche Unterschiede bemerkst du an Größe, Türen oder der Lage eines Gebäudes? Bleibe beim Vergleichen auf den Wegen. Die Hütten sind Teil der landwirtschaftlichen Nutzung und keine frei zugänglichen Ausstellungsräume.
Im Herbst gehören die Lärchen zum besonderen Charakter der Tschey. Wann und wie intensiv sie sich färben, hängt vom Verlauf der Jahreszeit ab. Für einen gelungenen Besuch musst du deshalb keinen einzigen Fototermin treffen. Die Verteilung der Stadel, die offenen Wiesen und die umgebenden Hänge tragen den Ausflug auch ohne den Höhepunkt der Färbung. Fotografiere die Landschaft ruhig einmal mit einem einzelnen Gebäude und einmal als weiten Zusammenhang.
Ein überschaubarer Spaziergang zur Kapelle
Als Ausgangspunkt eignet sich die Tscheylücke, die von Pfunds über Greit erreicht wird. Von dort führt der Weg durch die Tscheywiesen zur Kapelle Maria Schnee. Für einen ruhigen Ausflug kannst du die Kapelle als Ziel wählen und auf demselben Weg zurückgehen. So bleibt die Strecke übersichtlich, und auf dem Rückweg fällt der Blick aus der anderen Richtung auf die Gebäude und Bergwiesen.
Reserviere für Gehen, Schauen und eine Pause etwa ein bis zwei Stunden als persönlichen Zeitrahmen. Eine Jause und Getränke gehören ins Gepäck; für diesen Spaziergang solltest du keine geöffnete Einkehr unterwegs voraussetzen. Die Höhenlage macht einen Blick auf Wetter und mögliche Schneelage wichtig. Eine kurze Talstrecke kann bei kalten oder winterlichen Bedingungen einen ganz anderen Charakter haben als an einem trockenen Herbstnachmittag.
Die offizielle Übersicht zur Pfundser Tschey hilft bei der Orientierung. Für die Anfahrt prüfst du die aktuelle Zufahrt und gegebenenfalls den Fahrplan. Ein Wanderbus ist kein automatisch verfügbarer Bestandteil des Ausflugs. Mit einer geklärten Anreise bleibt mehr Ruhe für den Spaziergang selbst.
Im Heimatmuseum bekommt der Alltag Innenräume
Zurück im Ort ergänzt das Heimatmuseum die Landschaftsgeschichte um das Wohnen und Arbeiten. Es ist in einem Bauernhaus aus dem 14. Jahrhundert untergebracht. Der ehemalige Wohnteil wurde noch bis 1980 bewohnt. Bauernstube und Rauchküche machen andere Aspekte des Alltags sichtbar als die kleinen Gebäude oben in der Tschey: Hier geht es um den häuslichen Mittelpunkt, Vorräte und das Zusammenleben.
Drei Schauräume erweitern den Blick um Themen wie Erzgewinnung, Handwerk und Dorfgeschichte. Wenn du eine Führung vereinbart hast, nimm eine konkrete Frage aus dem Spaziergang mit. Wie wurde die Arbeit zwischen Dorf und Bergwiesen aufgeteilt? Welche Dinge mussten transportiert werden? Solche Fragen verbinden die beiden Orte, ohne jedes ausgestellte Objekt direkt einem bestimmten Stadel zuzuordnen.
So planst du den Museumsbaustein im Herbst 2026
Die veröffentlichten regulären Sonntagstermine der Saison 2026 endeten am 27. September. Gruppenführungen sind laut Tourismusverband nach Voranmeldung auch außerhalb dieser Öffnungszeiten möglich. Für Oktober planst du den Innenbesuch daher erst nach einer bestätigten Vereinbarung ein. Ohne Termin bleibt die Tschey der Schwerpunkt; anschließend kannst du den Tag mit einem Bummel im Ort und einer selbst gewählten Pause ausklingen lassen.
Diese Aufteilung ist auch für Familien angenehm: Der Außenabschnitt bekommt sein eigenes Tempo, das Museum einen passenden Rahmen. Zwischen Hochtal und Dorf liegt eine gesonderte Fahrt. Plane sie ebenso bewusst wie den Museumsbesuch, damit aus den beiden Stationen ein entspannter Tag wird und nicht eine Folge knapper Anschlüsse.
Bildnachweis: Bergwiesen und Heustadel in der Pfundser Tschey. Foto: Whgler / CC BY 4.0. Bildquelle. Für die Webdarstellung skaliert, gegebenenfalls beschnitten und in ein Webformat umgewandelt.

