Cookies und deine Auswahl

Diese Website wird von der Allgäu Active GbR betrieben. Notwendiges speichern wir immer — ohne das funktioniert die Seite nicht. Für Statistik, Personalisierung und Marketing brauchen wir deine Einwilligung.

Bei Statistik setzen wir Google Analytics ein, beim Marketing den Meta-Pixel und den OpenAI-Pixel, bei den Anmeldediensten die Anmeldung mit Google. Dabei werden Daten an Google, Meta bzw. OpenAI in die USA übertragen, wo US-Behörden darauf zugreifen können. Grundlage ist allein deine Einwilligung (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO).

Du kannst jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen — über „Cookie-Einstellungen“ im Fußbereich jeder Seite.

Rankweil: Druckkunst und der Liebfrauenberg

Wie entstehen Bilder, und welche Bedeutung bekommen sie im Raum? Zwei Kulturorte in Rankweil bieten einen besonderen Zugang – mit Museumstermin nach Vereinbarung.

In Rankweil liegen zwischen einem gedruckten Bild und einem historischen Kirchenraum nicht nur unterschiedliche Techniken, sondern auch unterschiedliche Arten des Betrachtens. Im Museum für Druckgrafik geht es darum, wie Bilder entstehen und vervielfältigt werden. Auf dem Liebfrauenberg zeigt die Basilika, welche Bedeutung Bilder an einem religiösen Ort gewinnen können. Das sind zwei lohnende Besuche, die du je nach bestätigtem Museumstermin zusammenlegen oder auf getrennte Tage verteilen kannst.

Eine Werkstatt, in der Druckkunst lebendig bleibt

Das Museum für Druckgrafik befindet sich in der Hartmanngasse 15a. Hinter dem Museum steht die Druckwerkstatt von Markus Gell, die seit 2004 auch als Museum öffentlich zugänglich gemacht wird. Hier begegnen sich historisches Handwerk und die Arbeit mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Eine funktionsfähige historische Steindruck-Schnellpresse gehört zu den Besonderheiten. Das macht den Ort besonders interessant, wenn du sonst vor allem die fertigen Bilder an einer Ausstellungswand kennst.

Bei der Lithografie spielt Stein eine wichtige Rolle: Für das klassische Verfahren werden Platten aus Solnhofener Kalkstein verwendet. Das Atelier arbeitet daneben auch mit anderen Drucktechniken und moderneren Verfahren. Radierung, Holz- und Linolschnitt eröffnen jeweils eigene Möglichkeiten für Linien, Flächen und Oberflächen. Beim Besuch lohnt es sich deshalb, nicht nur nach dem Motiv zu schauen. Frage auch nach dem Weg vom Entwurf zur Druckform und schließlich zum Papier. Dabei wird verständlich, warum ein Druck weit mehr als die bloße Kopie eines Bildes sein kann.

Ein guter Einstieg ist die Frage, welche Entscheidungen vor dem eigentlichen Drucken fallen. Wie wird eine Linie vorbereitet? Welche Wirkung soll eine Fläche haben? Und was kann die Künstlerin oder der Künstler während der Herstellung noch verändern? Solche Fragen funktionieren auch ohne Fachvokabular. Druckvorführungen sind beim Betreiber auf Anfrage möglich. Ob eine Vorführung in deinen Besuch passt, solltest du bei der Terminabsprache klären; ein selbstständiger Workshop ist damit nicht automatisch verbunden.

Den Museumsbesuch zuerst vereinbaren

Für die Herbstplanung ist ein Punkt entscheidend: Regelmäßige Öffnungszeiten gelten hier während Ausstellungen. Außerhalb dieser Phasen sind Besuche nach vorheriger Vereinbarung möglich. Am 30. September 2026 war auf der Betreiberseite keine aktuelle Oktober-Ausstellung bestätigt. Die dort zuletzt angekündigte Tiefdruck-Ausstellung fand im Mai statt. Plane deshalb keine spontane Anreise allein in der Erwartung einer geöffneten Museumstür.

Am einfachsten fragst du über die offizielle Museumsseite einen passenden Besuchstermin an und nennst dabei auch dein Interesse an einer Druckvorführung. Erst mit dieser Rückmeldung steht fest, ob sich beide Kulturorte am selben Tag sinnvoll verbinden lassen. Ohne Termin bleibt der Liebfrauenberg ein eigenständiges Ziel; die Werkstatt kannst du dir für einen späteren Besuch vormerken.

Der Liebfrauenberg als Bild- und Erinnerungsort

Die Basilika Rankweil steht auf dem Liebfrauenberg und ist bis heute eine genutzte Pfarr- und Wallfahrtskirche. Der Ort blickt auf mehr als 1.300 Jahre Kirchengeschichte zurück. 1986 erhielt die Kirche den Titel einer Basilika. Wer von der Druckwerkstatt kommt, kann hier den Blick bewusst wechseln: Statt nach Herstellung und Auflage eines Bildes zu fragen, geht es um seine Rolle im Raum und für die Menschen, die ihn aufsuchen.

Zu den prägenden religiösen Kunstwerken zählen das Silberne Kreuz und das Gnadenbild Maria Mutter Gottes. Nimm dir beim möglichen Innenbesuch Zeit für die Anordnung von Bildern, Altären und Blickachsen. Du musst dafür keine kunstgeschichtliche Liste abarbeiten. Ein einzelnes Werk aufmerksam zu betrachten ist oft ergiebiger, als sofort zum nächsten Detail weiterzugehen. Gottesdienste und persönliche Andacht haben in diesem Raum ihren eigenen Platz; richte einen touristischen Besuch entsprechend ein.

Eine kleine Runde statt eines vollen Pflichtprogramms

Wer Rankweil anschließend weiter entdecken möchte, findet am Liebfrauenberg den Ausgangspunkt des örtlichen Kulturpfads. Seine 19 Stationen beziehen unter anderem Kirchen, Kapellen und historische Alltagsorte ein. Du kannst dir einige Stationen aussuchen, anstatt den gesamten Weg in denselben Nachmittag zu pressen. Die aktuelle Gottesdienstplanung und Informationen zur Kirche findest du bei der Pfarre Rankweil. Mit einem abgestimmten Museumstermin, einer Pause und einem ruhigen Kirchenbesuch entsteht ein Kulturprogramm, dessen Zusammenhang in den Bildern selbst liegt.

Bildnachweis: Basilika Rankweil auf dem Liebfrauenberg vor den Bergen Foto: Asurnipal / CC BY-SA 4.0. Bildquelle. Für die Webdarstellung skaliert, gegebenenfalls beschnitten und in ein Webformat umgewandelt.