Streuobstwanderweg Sigmarszell, Leiblachtal - Feuer und Flamme

  • Sigmarszell
  • Outdooractive
GPX Zu

Ausstattung & Merkmale

RundwegDie Tour ist als Rundweg angelegt und führt in einer Schleife durch das Leiblachtal bei Sigmarszell.
AussichtspunkteDie Strecke verbindet Landschaftseindrücke zwischen Bodensee und Westallgäu und bietet wiederkehrende Blickbeziehungen ins Tal.
EinkehrmöglichkeitenEntlang der Route gibt es Möglichkeiten zur Einkehr (Hinweise vor Ort beachten).
Geologische BesonderheitenAuf der Runde werden lokale geologische Merkmale des Leiblachtals gestreift.
Reiche PflanzenweltDie Wanderung führt an extensiv gepflegten Streuobstwiesen vorbei und informiert über lokale Obstsorten.
Insider‑TippDie Strecke ist einer von sieben Streuobstwanderwegen im Landkreis Lindau (Bodensee) und thematisiert historischen Feuerbrandbefall.

Ausstattung & Merkmale

RundwegDie Tour ist als Rundweg angelegt und führt in einer Schleife durch das Leiblachtal bei Sigmarszell.
AussichtspunkteDie Strecke verbindet Landschaftseindrücke zwischen Bodensee und Westallgäu und bietet wiederkehrende Blickbeziehungen ins Tal.
EinkehrmöglichkeitenEntlang der Route gibt es Möglichkeiten zur Einkehr (Hinweise vor Ort beachten).
Geologische BesonderheitenAuf der Runde werden lokale geologische Merkmale des Leiblachtals gestreift.

Erlebnis Streuobst - wandern zwischen Bodensee und Westallgäu. In Sigmarszell befindet sich einer von insgesamt sieben Streuobstwanderwegen im Landkreis Lindau (Bodensee). Das Thema dieser Tour lautet "Feuerbrand hat die Streuobstwiesen im Leiblachtal bedroht".

Der Streuobstwanderweg Sigmarszell (Leiblachtal) ist eine rund 8,5 km lange Rundwanderung zwischen Bodensee und Westallgäu und gehört zu den sieben Streuobstwanderwegen im Landkreis Lindau (Bodensee). Startmöglichkeit ist der Parkplatz Waldschenke Bösenreutin (alternativ Bösenreutin). Die Route verläuft überwiegend auf Asphalt (etwa 6,1 km) und auf Nebenstraßen, ergänzt durch Naturwege, kurze Pfade und Straßenabschnitte. Auf- und Abstieg betragen jeweils 79 m, die Höhenlage liegt ungefähr zwischen 412 und 490 m; die Mindestdauer beträgt ca. 130 Minuten. Schwierigkeitsgrad 2, Ausdauerstufe 3. Streuobstwiesen sind bedrohte Lebensräume, was im Leiblachtal besonders sichtbar wird: 1993 trat hier erstmals der Feuerbrand auf, damals wurden alle befallenen Gehölze gerodet, wodurch einige Streuobstgärten komplett verschwanden. Zwar haben widerstandsfähige Sorten wie die Rote Pichelbirne den Feuerbrand überstanden, doch leiden über 70 Prozent der Obstgärten unter Überalterung und mangelhafter Pflege, sodass vielerorts Nachpflanzungen dringend erforderlich wären. Entlang der Strecke informieren Tafeln über Schädlinge und Krankheiten im Streuobstbau, präsentieren regionale Sortenraritäten (z. B. Birnförmige Apfel) und stellen die Vogelwelt vor; mit rund 60 nachgewiesenen Brutvogelarten gelten Streuobstwiesen als die vogelreichsten landwirtschaftlich genutzten Flächen Mitteleuropas. Zusätzlich gibt es Hinweise zu Flora und Geologie sowie eine Einkehrmöglichkeit; die Tour empfiehlt sich für naturinteressierte Wanderer, Vogelkundler und Regionalinteressierte.

Details

Highlights der Streuobstwanderung

Erlebe eine abwechslungsreiche Rundtour durch die Streuobstwiesen im Leiblachtal bei Sigmarszell. Entdecke seltene Obstsorten, informative Tafeln zu Schädlingen und der Vogelwelt sowie herrliche Ausblicke auf Bodensee und Westallgäu.
  • Rund 60 Brutvogelarten entdecken
  • Lehrreiche Infotafeln zu Obstsorten & Feuerbrand
  • Aussichtspunkte und Rastplätze entlang der Route

Warum diese Tour wählen?

Die Tour verbindet Naturerlebnis mit spannenden Infos zu Streuobstwiesen und deren Schutz. Sie ist ideal für Naturliebhaber, Vogelbeobachter und alle, die das Leiblachtal aktiv entdecken möchten.

Gut zu wissen

Die Strecke ist überwiegend asphaltiert, mit kurzen Naturweg- und Pfadabschnitten. Es gibt einige Steigungen – Grundkondition ist gefragt. Einkehrmöglichkeiten und Parkplätze sind vorhanden.

Worum es geht

Streuobstwiesen sind hier Lebensraum und Kulturraum gleichermaßen – gleichzeitig aber bedroht. Im Leiblachtal trat 1993 erstmals die Bakterienkrankheit Feuerbrand auf; damals wurden alle befallenen Gehölze gerodet, wodurch einige Streuobstgärten ganz verschwanden. Die Runde führt trotzdem an mehreren gut erhaltenen Streuobstbeständen vorbei. Widerstandsfähige Sorten wie die Rote Pichelbirne haben den Feuerbrand überstanden und zeigen, dass alte Sorten oft robust sind.

Mehr als 70 Prozent der Obstgärten leiden unter Überalterung und fehlender Pflege; Nachpflanzungen wären vielerorts erforderlich. Mit dem Verschwinden alter Bäume gehen auch zahlreiche regionale Sorten verloren. Entlang der Strecke informieren Tafeln über Schädlinge und Krankheiten im Streuobstbau und stellen einige Vogelarten vor, die in den alten Gärten günstige Lebensbedingungen finden. Mit rund 60 nachgewiesenen Brutvogelarten sowie zahlreichen Nahrungsgästen und Durchzüglern gelten Streuobstwiesen als die vogelreichsten landwirtschaftlich genutzten Flächen in Mitteleuropa. Auf den Infotafeln werden zudem Sortenraritäten wie der Birnförmige Apfel gezeigt.

Wegverlauf

Vom Parkplatz bei der Waldschenke Bösenreutin führt die Rundtour durchs Leiblachtal über Hangnach, Hubers, Laiblachsberg, Egghalden und Witzigmänn zurück nach Bösenreutin. Die Strecke verläuft größtenteils auf wenig befahrenen Nebenstraßen; unterwegs sind einige kurze Steigungen zu überwinden.

Kontakt und weitere Informationen

Ansprechpartner: Bund Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Lindau. Telefon: 08382 887564. Internet: https://lindau.bund-naturschutz.de/

Orte & Treffpunkte

Treffpunkt

Sigmarszell

Treffpunkt

Landkreis Lindau (Bodensee)

All Active übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieser Inhalte.