Höri am Bodensee: Sehenswürdigkeiten, Künstlerorte und Ausflugsziele

David
DavidMitgründer & Guide
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Moos, Gaienhofen und Öhningen: Entdecke die Höri mit Uferplätzen, Künstlerhäusern und Kirchen – sinnvoll kombiniert für einen Tag oder ein Wochenende.

Auf der Halbinsel Höri liegen Uferplätze, Künstlerorte und kleine Kirchen oft nur einen Ortswechsel voneinander entfernt. Die Landschaft zwischen Radolfzell und Stein am Rhein umfasst die Gemeinden Moos, Gaienhofen und Öhningen. Am See lässt sich der Tag mit kurzen Spaziergängen gestalten; im höher gelegenen Schienerberg wird daraus eine Wanderung mit Höhenunterschieden.

Die Höri eignet sich besonders für alle, die Kultur und Landschaft verbinden möchten. Hermann Hesse und Otto Dix gehören zu den bekannten Namen der Region. Ebenso lohnen sich unspektakulärere Aufenthalte am Hafen oder der Blick von einer Dorfkirche über den Untersee. Dieser Guide ordnet die Ziele so, dass Du daraus einen eigenen Ausflug zusammenstellen kannst.

Wo auf der Höri möchtest Du anfangen?

BereichPassende ZieleSchwerpunkt
Moos und IznangUferanlage IznangSee, Kunst und Spielpause
Horn und GaienhofenSt. Johann, Hesse Museum, UferanlageAussicht, Literatur und Aufenthalt am Wasser
HemmenhofenMuseum Haus DixKünstlerhaus und Lebensgeschichte
Kattenhorn und ÖhningenPetruskirche, Stiftskirche und KlosterplatzGlasfenster und Architektur
SchienenWallfahrtskirche St. GenesiusRomanik im höher gelegenen Teil der Halbinsel

Zur Orientierung: Wangen auf der Höri ist ein Ortsteil von Öhningen am Untersee. Es ist nicht Wangen im Allgäu. Ebenso sind die Uferorte und das Bergdorf Schienen keine durchgehend ebene Spazierroute.

Iznang: Am Hafen ankommen

Die Uferanlage Iznang in der Gemeinde Moos ist ein guter Anfang für einen entspannten Höri-Ausflug. Am Wasser findest Du Sitzplätze, einen Spielplatz und Kunstwerke von Friedhelm Zilly. Dazu gehört eine Büste des in Iznang geborenen Franz Anton Mesmer. Der Schiffsanleger und die Aussicht über den See geben der Pause einen klaren Ort.

Bleibe für einen kurzen Aufenthalt bewusst bei diesem Bereich. Mit Kindern kann schon die Verbindung aus Spielplatz, Booten und einer Bank am See reichen. Wenn Du weiterfahren möchtest, ist Gaienhofen eine sinnvolle nächste Auswahl; eine vollständige Rundfahrt mit allen Kirchen und Museen würde aus der Pause schnell einen eng getakteten Tag machen.

Horn und Gaienhofen: Aussicht und Ufer verbinden

In Horn liegt St. Johann und Vitus auf einer Anhöhe. Der Staffelgiebelturm prägt das Ortsbild; vom Umfeld der Kirche reicht der Blick über den Untersee Richtung Reichenau und Konstanz. Im Inneren gibt es barocke Ausstattung zu entdecken. Der Kirchhof ist zugleich Friedhof und verdient einen ruhigen, respektvollen Besuch.

In Gaienhofen selbst bietet die Uferanlage an der Schlossstraße einen anderen Schwerpunkt. Zwischen Hafen und Schiffsanlegestelle liegen ein Spielplatz mit Spielboot, Schaukel und Klettergerüst sowie Plätze für die Pause am See. Die Anlage ist ein eigenständiger Halt und lässt sich gut nach einem Museumsbesuch einbauen.

Für Familien ist die Reihenfolge hilfreich: zunächst der Kulturteil, solange die Aufmerksamkeit noch frisch ist, anschließend Bewegung und Uferpause. An offenen Wasserflächen und im Bereich der Anleger bleiben Kinder begleitet. Schifffahrten und Gastronomie sind gesonderte Angebote.

Hesse und Dix: Die Künstlerlandschaft kennenlernen

Das Hesse Museum Gaienhofen widmet sich Hermann Hesses Leben und Werk in seiner Zeit am Bodensee und greift die Literatur- und Künstlerlandschaft der Höri auf. Es eignet sich als Ausgangspunkt, wenn Du verstehen möchtest, warum der Ort für Schriftsteller und Maler Bedeutung gewann.

In Hemmenhofen liegt das Museum Haus Dix, das ehemalige Wohnhaus von Otto und Martha Dix. Ein Besuch lenkt den Blick auf das Lebensumfeld des Künstlers. Hesse Museum, Mia-und-Hermann-Hesse-Haus und Museum Haus Dix sind unterschiedliche Einrichtungen. Achte bei der Buchung und Anreise auf den genauen Namen und die jeweilige Adresse.

Wähle für einen einzelnen Tag möglichst ein Museum als Schwerpunkt. Die Häuser haben eigene Öffnungstage und Besuchsregeln; sie lassen sich nicht automatisch spontan hintereinander besichtigen. Für einen längeren Aufenthalt kann der zweite Museumsbesuch einen eigenen Kulturvormittag bilden.

Kattenhorn: Otto Dix im Kirchenraum

Die Petruskirche in Kattenhorn eröffnet einen weiteren Zugang zu Otto Dix. Ihre großflächigen Glasfenster erzählen Szenen aus dem Leben des Apostels Petrus. Nimm Dir im Innenraum Zeit, Farben, Figuren und das einfallende Licht auf Dich wirken zu lassen. Ein Kirchenbesuch ergänzt damit den Blick auf ein Künstlerhaus um ein konkretes Werk im öffentlichen Raum.

Für die Besichtigung gelten saisonale Öffnungen; Gottesdienste haben Vorrang. Die Kirchengemeinde bestätigt einen barrierefreien Zugang. Wer eine Führung möchte, prüft die gesondert angebotenen Termine. Der normale Kirchenbesuch und eine geführte Besichtigung sind voneinander zu unterscheiden.

Öhningen und Schienen: Zwei Kirchen, zwei Landschaften

Am Öhninger Klosterplatz bildet die Stiftskirche St. Hippolyt und Verena einen Teil des früheren Augustiner-Chorherrenstifts. Die barocken Altäre und das historische Chorgestühl machen den Innenraum interessant; außen lässt sich das Ensemble in einen Ortsrundgang einordnen.

Das Klosterensemble ist kein frei begehbarer Museumsrundgang durch sämtliche Gebäude. Die Kirchengemeinde weist auf Sanierungsarbeiten hin. Beachte die örtlichen Zugänge; weitere Innenräume werden bei eigens angekündigten Führungen oder Veranstaltungen gezeigt.

Die Wallfahrtskirche St. Genesius liegt im Bergdorf Schienen. Ihr frühromanischer Kirchenraum setzt einen anderen architektonischen Akzent. Außen fällt die Turmuhr mit getrennten Anzeigen für Stunden und Minuten auf. Der Kirchenbesuch kann ein eigenes Ziel sein oder zu einer sorgfältig geplanten Wanderung auf dem Schienerberg gehören.

Wer vom Ufer nach Schienen möchte, plant den Höhenunterschied mit ein. Wähle die Anreise oder Wanderstrecke passend zur Gruppe und nutze keine pauschale Zeitangabe für die gesamte Höri. Die Halbinsel lässt sich in vielen kleinen Ausflügen besser kennenlernen als durch eine einzige lange Pflichtliste.


Ein Tag oder ein Wochenende auf der Höri

Ein Tag mit Kindern: Beginne an der Uferanlage Iznang und wähle danach entweder einen Halt in Horn oder die Uferanlage Gaienhofen. Ein Museum kommt nur hinzu, wenn Interesse und Öffnungszeit passen. Zwei längere Aufenthalte sind meist angenehmer als viele kurze Stopps.

Ein Kulturtag: Wähle Hesse Museum oder Haus Dix als Hauptziel. Ergänze eine Uferpause und bei passender Öffnung die Petruskirche. Ein Wochenende: Verteile Gaienhofen und die mittlere Höri auf einen Tag, Öhningen und Schienen auf den anderen. Die höher gelegenen Wege erhalten dabei einen eigenen Zeitblock.

Unterwegs auf der Höri und am Untersee

Für einen Ausflug mit Bus oder Fahrrad lohnt es sich, Start und Ende bewusst festzulegen. Prüfe die aktuelle Verbindung zwischen den Ortsteilen und gegebenenfalls die Mitnahmeregeln fürs Fahrrad. Bei Schifffahrten gelten saisonale Fahrpläne. Die offizielle Übersicht zur Höri hilft bei der räumlichen Orientierung.

Als Ausgangspunkt oder Ergänzung eignet sich Radolfzell. Einen eigenen Tag verdienen die Insel Reichenau und Konstanz. Weitere Regionen findest Du in unserem Bodensee-Guide.


Uferanlage Iznang: Schiffsanleger und Hafen an der Uferanlage Iznang. Bildcredit: Roland.h.bueb. Original und Bildquelle. Lizenz: CC BY 3.0. Für die Webdarstellung in WebP umgewandelt und gegebenenfalls verkleinert oder automatisch zugeschnitten.
St. Johann in Horn: St. Johann und Vitus in Horn auf der Höri. Bildcredit: Christian Gebhardt (Bybbisch94), Bearbeitung: Rabanus Flavus. Original und Bildquelle. Lizenz: CC BY 4.0. Für die Webdarstellung in WebP umgewandelt und gegebenenfalls verkleinert oder automatisch zugeschnitten.
Uferanlage Gaienhofen: Uferanlage und Spielplatz am Hafen von Gaienhofen. Bildcredit: Tourist-Information Gaienhofen, Foto: Achim Mende. Original und Bildquelle. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Für die Webdarstellung in WebP umgewandelt und gegebenenfalls verkleinert oder automatisch zugeschnitten.
Petruskirche Kattenhorn: Außenansicht der Petruskirche Kattenhorn. Bildcredit: Ulli Naefken / uLNaSTUDIOS.com (für die EKD-Kirchen-App). Original und Bildquelle. Lizenz: CC BY 3.0. Für die Webdarstellung in WebP umgewandelt und gegebenenfalls verkleinert oder automatisch zugeschnitten.
Stiftskirche Öhningen: Stiftskirche und ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift Öhningen. Bildcredit: Hilde von Massow. Original und Bildquelle. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Für die Webdarstellung in WebP umgewandelt und gegebenenfalls verkleinert oder automatisch zugeschnitten.
Wallfahrtskirche Schienen: Außenansicht der Wallfahrtskirche St. Genesius in Schienen. Bildcredit: Tilda. Original und Bildquelle. Gemeinfrei freigegeben: Public domain. Für die Webdarstellung in WebP umgewandelt und gegebenenfalls verkleinert oder automatisch zugeschnitten.

Häufig gestellte Fragen

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Mitgründer von All Active. Bergsportler, Fotograf und Kenner der Allgäuer Genuss- und Freizeitszene – von der Gipfeltour bis zum Lieblingscafé.