Drei Moorgebiete im Allgäu im Vergleich: Weglänge, Höhenmeter und Besuchsideen für Werdensteiner Moos, Wildrosenmoos und Benninger Ried.
Offenes Wasser zwischen Gräsern, lichte Baumgruppen und Wege am Rand empfindlicher Lebensräume: Moorlandschaften zeigen eine andere Seite des Allgäus als seine Gipfel. Für deinen Ausflug lohnt sich die Unterscheidung zwischen einer fast ebenen Runde, einer Wanderung mit Anstieg und einem Besuch, bei dem die besondere Landschaft im Mittelpunkt steht.
Welches Moor passt zu deinem Tag?
- Werdensteiner Moos bei Immenstadt: eine ungefähr vier Kilometer lange Runde mit wenig Höhenunterschied.
- Wildrosenmoos bei Oberreute: eine knapp fünf Kilometer lange Wanderung mit spürbarem Anstieg.
- Benninger Ried bei Memmingen: ein Kalkquellsumpf mit eigenem Naturmuseum als saisonaler Ergänzung.
Werdensteiner Moos: Zeit für die Stationen lassen
Die offizielle Tour „Um das Werdensteiner Moos“ startet am Parkplatz beim Haxenwirt in Thanners. Angegeben sind 3,97 Kilometer und lediglich sieben Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Zehn Erlebnis- und Informationsstationen machen unterwegs die Landschaft verständlicher.
Diese Runde passt, wenn Du mehr schauen als Höhenmeter sammeln möchtest. Plane die Stationen als Teil des Ausflugs ein: Ein kurzer Rundweg kann länger beschäftigen, wenn Du am Wasser stehen bleibst und die Unterschiede zwischen offenen und bewaldeten Bereichen wahrnimmst. Die geringe Steigung ist allerdings keine Zusage für trockene oder eisfreie Wege.
Wildrosenmoos: Moorbesuch mit Wandercharakter
Der Westallgäuer Wasserweg 11 beginnt in Hinterschweinhöf. Über Vorderschweinhöf führt er hinauf zum Wildrosenmoos; im Moor verlaufen Abschnitte über Holzbohlen. Die veröffentlichte Runde umfasst 4,64 Kilometer, etwa anderthalb Stunden und 142 Höhenmeter. Sie ist als mittelschwer eingestuft.
Entscheide dich dafür, wenn der Weg zum Moor ausdrücklich zum Erlebnis gehören soll. Die ähnliche Kilometerzahl macht die Tour nicht mit der flacheren Runde bei Thanners austauschbar. Gerade auf nassen Bohlen und Waldpassagen lohnt sich langsames Gehen; feste Schuhe gehören dazu.
Benninger Ried: eine Landschaft genauer kennenlernen
Das rund 22 Hektar große Benninger Ried ist ein Kalkquellsumpf. Zu seinen Besonderheiten zählt die seltene Riednelke. Ob Du eine bestimmte Pflanze blühend siehst, hängt von der Jahreszeit ab; ein Besuch muss deshalb nicht an einer Blütenaufnahme ausgerichtet sein.
Bleibe auf den vorgesehenen Besucherwegen und ergänze den Ausflug bei passender Öffnung durch das Riedmuseum. Museum und Café sind laut Betreiber vom 1. April bis 15. Oktober samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet, außerdem nach Vereinbarung. Diese Zeiten gelten für die Einrichtungen, nicht als Öffnungskalender des gesamten Schutzgebiets.
Mit wenig Gepäck bewusst unterwegs
Wähle ein Gebiet in der Nähe deiner Unterkunft und nimm dir Zeit für Beobachtungen vom Weg aus. Feuchte Flächen und Ufer bleiben unbetreten. Für einen späten Herbsttag zählen Wetter, Tageslicht und der Zustand der Wege mehr als das Kalenderdatum; bei Frost sind die beschriebenen Sommerwege nicht automatisch eine geeignete Winterrunde.
Quellen und aktuelle Besuchshinweise
Geprüft am 21. September 2026. Maßgeblich für deinen Besuch sind aktuelle Öffnungen, Sperrungen und Hinweise vor Ort.
- Allgäu: Runde um das Werdensteiner Moos
- Allgäu: Westallgäuer Wasserweg 11
- Benninger Ried: Schutzgebiet und Besucherinformationen
Bildnachweis
Winterliche Moorlandschaft im Werdensteiner Moos. Aufnahme vom 10. Dezember 2016. Foto: Sayonara1982 · CC BY-SA 4.0 · Originalbild und Quelle. Für die Webdarstellung verkleinert, umgewandelt und gegebenenfalls beschnitten. Bearbeitungen stehen unter derselben Lizenz.


