130 Pistenkilometer auf sieben Bergen: Entdecke, welches Skigebiet in Oberstdorf und im Kleinwalsertal zu Familien, Anfängern, Genießern und sportlichen Fahrern passt.
Skifahren in Oberstdorf und im Kleinwalsertal
Rund um Oberstdorf beginnt eines der vielseitigsten Skigebiete der nördlichen Alpen. Die Zwei-Länder-Skiregion Oberstdorf · Kleinwalsertal umfasst 130 Pistenkilometer auf sieben Bergen: Nebelhorn, Fellhorn, Söllereck, Kanzelwand, Heuberg, Walmendingerhorn und Ifen. Mehr als 70 Pisten und zahlreiche moderne Bergbahnen bieten passende Abfahrten für Familien, Anfänger, Genussfahrer und sportliche Skifahrer.
Die sieben Berge bilden kein einziges durchgehend verbundenes Skigebiet. Fellhorn und Kanzelwand sind direkt miteinander verbunden; zwischen den anderen Teilgebieten wechselst Du mit dem Auto oder den öffentlichen Bussen. Genau darin liegt aber auch der Reiz: An jedem Skitag kannst Du einen Berg auswählen, der zu Wetter, Können und Stimmung passt.
Welches Skigebiet passt zu Dir?
- Für Anfänger: Söllereck, Heuberg und die Übungsbereiche am Ifen bieten viele übersichtliche und leichte Pisten.
- Für Familien: Söllereck und Ifen punkten mit Winterwelten, Förderbändern und breiten Übungshängen. Auch Fellhorn/Kanzelwand bietet viel Abwechslung für unterschiedliche Könnerstufen.
- Für sportliche Fahrer: Nebelhorn, Fellhorn/Kanzelwand und einzelne Abfahrten am Ifen sind die spannendsten Adressen.
- Für Genießer: Walmendingerhorn und Heuberg verbinden ruhigeres Skifahren mit schönen Ausblicken und gemütlichen Einkehrmöglichkeiten.
- Für mehrere Skitage: Mit dem Skipass für das Gesamtgebiet kannst Du alle sieben Berge ausprobieren und je nach Wetterlage flexibel wechseln.
Die Skigebiete in Oberstdorf
Nebelhorn: sportlich und aussichtsreich
Die Nebelhornbahn startet nahe dem Zentrum von Oberstdorf und bringt Dich bis auf 2.224 Meter. Das Gebiet ist vergleichsweise hoch gelegen und eignet sich besonders für sportliche Skifahrer und alle, die lange Abfahrten mögen. Die rund 7,5 Kilometer lange Talabfahrt führt über mehrere Höhenstufen zurück nach Oberstdorf und gehört zu den längsten Talabfahrten Deutschlands.
Auch der Ausblick ist ein starkes Argument: Vom Gipfel reicht das Panorama weit über die Allgäuer Alpen. Da die Wintersaison am Nebelhorn häufig länger dauert als in den tiefer gelegenen Gebieten, ist der Berg auch für Skitage im Frühjahr interessant. Vor der Auffahrt solltest Du dennoch immer Wind, Sicht und geöffneten Pisten prüfen.
Fellhorn und Kanzelwand: die größte zusammenhängende Auswahl
Das gemeinsame Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand verbindet Bayern und Vorarlberg direkt auf der Piste. Rund 36 Pistenkilometer, breite Abfahrten und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade machen es zum vielseitigsten Teilgebiet der Region. Du kannst auf deutscher Seite an der Fellhornbahn oder auf österreichischer Seite an der Kanzelwandbahn in Riezlern einsteigen.
Das Gebiet passt besonders gut zu Gruppen und Familien, in denen nicht alle gleich gut Ski fahren. Anfänger finden leichtere Abfahrten, während Fortgeschrittene sportlichere Varianten und längere Runden wählen können. Freeskier und Snowboarder finden zusätzliche Bereiche rund um die Funparks.
Söllereck: ideal für Familien und Anfänger
Das Söllereck ist der klassische Familienberg bei Oberstdorf. Viele leichte Pisten, Übungslifte und Söllis Winterwelt erleichtern Kindern und erwachsenen Einsteigern die ersten Schwünge. Die Wege zwischen Bahn, Skischule und Übungsbereichen sind überschaubar, wodurch der Skitag gerade mit kleineren Kindern entspannter wird.
Fortgeschrittene sollten für einen ganzen Tag eher Fellhorn/Kanzelwand oder Nebelhorn wählen. Für erste Skitage, Wiedereinsteiger und Familien, die nicht möglichst viele Pistenkilometer sammeln möchten, ist das Söllereck dagegen häufig die beste Wahl.
Die Skigebiete im Kleinwalsertal
Ifen: breite Pisten und viel Platz
Der Ifen bietet rund 25 Pistenkilometer und eine interessante Mischung aus breiten, genussvollen Abfahrten und sportlicheren Passagen. Im Tal erleichtern Übungshänge und Förderbänder den Einstieg; weiter oben warten lange Abfahrten vor der markanten Kulisse des Gottesackerplateaus. Dadurch eignet sich der Ifen besonders gut für Familien mit unterschiedlichen Könnerstufen und für Genussfahrer.
Heuberg und Parsenn: unkompliziert einsteigen
Die Lifte am Heuberg und an der Parsenn liegen zentral im Kleinwalsertal und erschließen überwiegend leichte bis mittelschwere Pisten. Das Gebiet ist eine gute Wahl für Anfänger, Wiedereinsteiger und Familien, die kurze Wege schätzen. Mehrere Einstiege entlang des Tals ermöglichen einen flexiblen Start, ohne zuerst in ein großes Bergbahnzentrum fahren zu müssen.
Walmendingerhorn: Genussskifahren mit Panorama
Das Walmendingerhorn oberhalb von Mittelberg ist mit rund 15 Pistenkilometern kleiner und ruhiger als Fellhorn/Kanzelwand. Es richtet sich vor allem an Genussfahrer, die abwechslungsreiche Abfahrten, Aussicht und eine entspannte Tagesplanung suchen. Für die Wintersaison 2026/27 ist die Wiedereröffnung der neu gebauten Walmendingerhornbahn am 24. Dezember 2026 vorgesehen.
Wintersaison 2026/27: geplante Betriebszeiten
Die ersten Anlagen am Fellhorn, an der Kanzelwand und in einzelnen Übungsbereichen sollen Anfang Dezember 2026 starten. Für das Nebelhorn ist der Winterbetrieb ab Mitte Dezember geplant; dort soll die Saison bis Anfang Mai 2027 reichen. Die meisten übrigen Gebiete planen ihren Betrieb bis zum 4. April 2027.
Die Termine hängen immer von Schnee, Wetter und technischem Betrieb ab. Prüfe deshalb am Morgen Deines Skitags die aktuellen Öffnungszeiten und den Live-Status der Pisten und Anlagen.
Skipass, Preise und Planung
Für die gesamte Region gibt es gemeinsame Tages- und Mehrtageskarten. Wenn Du mehrere Tage bleibst, lohnt es sich, nicht jeden Tag denselben Berg zu besuchen: Wähle hohe und sportliche Gebiete bei stabiler Sicht und nutze familienfreundliche oder windgeschütztere Teilgebiete, wenn das Wetter wechselhaft ist.
Die Preise unterscheiden sich nach Saisonzeitraum, Alter, Gültigkeitsdauer und gewähltem Gebiet. Statt mit einem möglicherweise schnell veralteten Festpreis zu planen, findest Du die aktuellen Tarife direkt im offiziellen Ticketshop der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen.
Anreise, Bus und Parken
Oberstdorf erreichst Du mit dem Zug sowie über die B19. An den Talstationen von Nebelhorn, Fellhorn und Söllereck stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Da die Auslastung an Wochenenden und in Ferienzeiten hoch sein kann, lohnt sich eine frühe Anreise.
Das Kleinwalsertal ist mit dem Auto ausschließlich über Oberstdorf erreichbar. Linien- und Skibusse verbinden die Orte Riezlern, Hirschegg, Mittelberg und Baad mit den verschiedenen Einstiegen. Auch zwischen einzelnen Teilgebieten ist der Bus wichtig, weil nicht alle sieben Berge über Pisten und Lifte miteinander verbunden sind.
Unser Fazit: sieben Berge statt nur eines Skigebiets
Für den ersten Skitag mit Kindern ist das Söllereck oft die unkomplizierteste Wahl. Wer möglichst viele Abfahrten und einen abwechslungsreichen ganzen Tag sucht, startet am Fellhorn oder an der Kanzelwand. Sportliche Fahrer sollten das Nebelhorn einplanen, während Ifen, Heuberg und Walmendingerhorn ihre Stärken beim genussvollen Skifahren ausspielen.
Wenn Du länger in der Region bist, probiere bewusst mehrere Berge aus. So erlebst Du Oberstdorf und das Kleinwalsertal nicht als ein einziges Skigebiet, sondern als vielseitige Winterregion mit sieben sehr unterschiedlichen Revieren. Weitere Ideen abseits der Piste findest Du in unseren Wintererlebnissen im Allgäu.








