Alpspitzbahn Nesselwang: Coaster, Zipline und Wasser-Kletterpark

4 Min. Lesezeit

AlpspitzCOASTER, AlpspitzKICK und AlpspitzSPLASH an einem Berg: Streckenlänge, Tempo, Mindestalter und wo genau man jeweils einsteigt – damit der Tag in Nesselwang ohne Überraschungen läuft.

Die Alpspitzbahn in Nesselwang ist keine gewöhnliche Bergbahn, sondern ein Berg mit drei sehr unterschiedlichen Attraktionen: einer schienengeführten Rodelbahn, Deutschlands schnellster Zipline und einem schwimmenden Kletterpark. Alle drei liegen am selben Berg, funktionieren aber unabhängig voneinander – und genau da entstehen die typischen Planungsfehler.

Hier steht, was jede Attraktion konkret bedeutet: Länge, Tempo, Mindestalter und – am wichtigsten – wo man tatsächlich einsteigt.

Die drei Attraktionen im Überblick

AttraktionUmfangTempoStartVoraussetzung
AlpspitzCOASTER1.110 m Abfahrtmax. 40 km/hnur im TalAlters- und Größenregeln für Kinder
AlpspitzKICK1,2 km in zwei Sektionenbis 120 km/hBergstation, ca. 1.500 mAusrüstung an der Mittelstation
AlpspitzSPLASH60-Minuten-SlotsSpeicherseeab 6 Jahren, ab 1,20 m

Der wichtigste Punkt in der Tabelle ist die Spalte „Start". Coaster und Zipline beginnen an völlig unterschiedlichen Stellen des Bergs – wer das nicht weiß, läuft unnötig hin und her.

Die Alpspitzbahn selbst

Zwei Kombibahnen mit 8er-Gondeln und 4er-Sesseln am selben Seil bringen Besucher von Nesselwang auf rund 1.575 Meter. Oben warten Wanderwege und der Blick über das Ostallgäu. Im Winter wird der Berg zum Skigebiet mit familienfreundlichen Pisten, einem Ski-Kinderland der Skischule und einem Snowpark; an ausgewiesenen Abenden ist Nachtskifahren möglich.

AlpspitzCOASTER – die Ganzjahresrodelbahn

Der AlpspitzCOASTER ist eine schienengeführte Rodelbahn mit 1.110 Metern Abfahrt über Wellen, Jumps, Kreisel, Brücken und durch Tunnel. Das Tempo bestimmt man selbst, nach oben ist bei 40 km/h Schluss. Weil die Bahn auf Schienen läuft, ist sie eine Ganzjahresrodelbahn – sie funktioniert also auch außerhalb der Sommermonate.

Das Wichtigste zur Planung: Start und Ende liegen beide im Tal, ein Einstieg an der Mittelstation ist nicht möglich. Bergauf geht es mit einem integrierten Bergauflifter – man braucht für den Coaster also kein Bergbahnticket und kann ihn unabhängig vom restlichen Programm fahren. Für Kinder gelten klare Alters- und Größenregeln, die vor Ort ausgehängt sind.

AlpspitzKICK – die schnellste Zipline Deutschlands

Die AlpspitzKICK führt in zwei Sektionen insgesamt 1,2 Kilometer talwärts – je nach Bedingungen mit bis zu 120 km/h. Der Start liegt an der Bergstation auf rund 1.500 Metern, und der Blick über das Ostallgäu während des Flugs ist Teil des Erlebnisses.

Wo man wirklich anfängt: Gurt, Helm und die übrige Ausrüstung bekommt man an der Mittelstation, dort läuft auch die Einweisung. Erst danach geht es zur Bergstation. Wer direkt nach oben fährt, muss noch einmal zurück.

Zwei Einschränkungen gehören zur Planung: Der Flugbetrieb findet nur im Sommer statt und ist wetterabhängig. Bei Wind oder Gewitter wird nicht geflogen – ein Ersatztermin ist bei einer Anreise von weiter weg sinnvoll.

AlpspitzSPLASH – Klettern über dem Wasser

Der AlpspitzSPLASH ist ein schwimmender Kletterpark auf dem Speichersee an der Alpspitzbahn. Die Elemente hängen rund 1,80 Meter über dem Wasser und sind auf Balance, Koordination und Ausdauer ausgelegt – wer daneben tritt, landet im See, was ausdrücklich zum Konzept gehört.

Gebucht wird in 60-Minuten-Slots, die Schwimmweste ist inklusive. Voraussetzung ist ein Mindestalter von sechs Jahren und eine Körpergröße ab 1,20 Metern. Damit ist der SPLASH das Angebot mit der niedrigsten Einstiegshürde der drei – und das einzige, bei dem man Wechselkleidung braucht.

So plant man den Tag

  • Coaster zuerst. Er startet im Tal und braucht kein Bergbahnticket – ideal zum Ankommen, bevor man hochfährt.
  • Zipline über die Mittelstation. Erst Ausrüstung und Einweisung an der Mittelstation, dann zur Bergstation. Wer das umdreht, läuft doppelt.
  • SPLASH zum Schluss. Man wird nass – danach noch Zipline zu fliegen ist unangenehm.
  • Wechselkleidung und Handtuch einpacken. Für den SPLASH zwingend, sonst endet der Ausflug in feuchter Kleidung.
  • Bei Wind einen Ersatzplan haben. Zipline und Berg reagieren aufs Wetter, der Coaster läuft weiter.

Gut zu wissen

  • Ganzjährig ist nur der Coaster. Zipline und Wasser-Kletterpark laufen im Sommer, der Coaster auf Schienen auch außerhalb.
  • Mindestgrößen sind kein Richtwert. Beim SPLASH gelten sechs Jahre und 1,20 Meter, beim Coaster eigene Regeln – bei knappen Fällen vorher klären, nicht an der Kasse.
  • Alles an einem Berg. Nesselwang liegt im Ostallgäu und ist damit auch für Gäste aus dem Füssener Raum gut erreichbar, ohne bis Oberstdorf zu fahren.
  • Die aktuellen Betriebszeiten stehen auf den Karten der jeweiligen Attraktion – sie unterscheiden sich zwischen Bahn, Coaster und Zipline.

Weiterlesen

Passend dazu: die Bergbahnen im Allgäu im Überblick, unsere Sommeraktivitäten im Allgäu, weitere Adrenalin-Erlebnisse und für Regentage die Indoor-Ziele der Region.

Häufig gestellte Fragen

NesselwangAlpspitzbahnSommerrodelbahnZiplineFamilie